Vergangenheit bewahren.
Zukunft gestalten.
Die Geschichte des Baltischen Christlichen Bundes ab 1947 – eng verbunden mit der Geschichte baltischer Gemeinschaften in Deutschland. Das Gebäude selbst ist deutlich älter; seine Geschichte steht auf einer eigenen Seite.
Geschichte, die weiterwirkt.
Der Baltische Christliche Bund entstand nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem Wunsch, Menschen aus den baltischen Ländern miteinander zu verbinden und ihre kulturelle wie geistliche Tradition lebendig zu halten.
Aus diesen Anfängen entwickelte sich der Annaberg in Bonn zu einem Ort der Begegnung. Hier kamen Menschen für Gespräche, Tagungen und kulturelle Veranstaltungen zusammen. Bis heute prägen diese Verbindungen die Arbeit des Vereins.
Erinnerung bleibt hier nicht im Archiv: Sie wird in Festen, Tagungen und im Alltag des Hauses weitergegeben.
Was hier folgt, ist die Geschichte des Vereins. Das Haus hat seine eigene: Wo heute der Annaberg im Wald liegt, wurde bis 1845 Braunkohle und Alaunton abgebaut, danach lag hier ein preußisches Versuchsgut, und erst 1897/98 entstand das Schloss. 1918 lagen kanadische Soldaten davor. Zur Geschichte des Hauses →
Gründung des Studentenbundes
Der Baltische Christliche Studentenbund wird in einer Zeit gegründet, in der viele Menschen aus Estland, Lettland und Litauen in Deutschland neue Anknüpfungspunkte suchen.
Annaberg als baltisches Zentrum
Haus Annaberg wird zum Ort des Vereinslebens. Bis heute ist es das einzige Haus weltweit, das Esten, Letten und Litauern gemeinsam gehört.
Kontakt ins Baltikum
Ab Ende der 1960er-Jahre sucht der Bund den unmittelbaren Austausch mit Kirche, Kultur und später auch politischen Institutionen in Estland, Lettland und Litauen.
Baltisches Jahrbuch
Von 1984 bis 1989 erscheint das Baltische Jahrbuch. Später folgt das Handbuch der deutsch-baltischen Beziehungen. In der Zeit des politischen Umbruchs wird Annaberg zur Kontaktstelle zwischen Baltikum und Deutschland.
Sprachkurse für das Baltikum
Sechswochen-Intensivkurse der estnischen, lettischen und litauischen Sprache für deutsche Studierende. Rund 350 Menschen lernen so eine baltische Sprache – bis die Kurse 2005 ausfallen, weil die Förderung fehlt.
Annaberger Annalen
Die Fachzeitschrift über Litauen und deutsch-litauische Beziehungen erscheint im Auftrag der Litauischen Sektion des Bundes und des Litauischen Kulturinstituts. Die Jahrbuchreihe pausiert nach Band 30/2022; einzelne wissenschaftliche Beiträge aus Konferenzen werden weiter veröffentlicht. Zur Annalen-Seite →
Der heutige Name
Der Verein trägt fortan den Namen Baltischer Christlicher Bund e.V. und führt seine Arbeit auf christlich-ökumenischer Grundlage weiter.
75 Jahre Bund, 70 Jahre Annaberg
Der Jubiläumskongress versammelt Grußworte der baltischen Botschafter, Erinnerungen aus Estland, Lettland und Litauen und ein Konzert des lettischen Chores Ramtai.
Verbindung in die Zukunft
Der Annaberg verbindet Vereinsleben, historische Erinnerung und neue Begegnungen zwischen Deutschland und dem Baltikum – in Kongressen, Kulturtagen und der Reihe Res publica litteraria Baltica.
Haus, Garten
und Bäume.
Der Annaberg ist nicht nur ein Gebäude, sondern ein Ort mit Garten, altem Baumbestand und Raum für Begegnung.